Strom sparen im Haushalt – Ratgeber und Tipps

Zählen Sie auch zu den Menschen, die denken, dass ein Großteil des verbrauchten Stroms in deutschen Haushalten auf Kosten eingeschalteter Lampen geht? Dann sollten Sie nun aufpassen. Denn Licht macht tatsächlich nur einen kleinen Teil des Stromverbrauchs in einem normalen Haushalt aus. Mehr als ein Viertel des Stromverbrauchs in Durchschnittshaushalten geht auf Kosten von Fernsehen, Audio und Geräten wie PC, Smartphone und Tablets. Dicht gefolgt werden diese Zahlen von Dauerläufern wie Kühlschränken und Gefriertruhen. Diese machen knapp 20% des gesamten Stromverbrauchs eines Haushaltes aus. Während Staubsaugen, Bügeln und Co. noch mit ungefähr 15% Anteil und Waschen mit 12-14% Anteil des Gesamtverbrauchs zu Buche schlägt, befindet sich das oftmals gefürchtete Licht mit etwa 10% des Gesamtanteils auf einem der hintersten Plätze in der Verteilung der Kosten.

Natürlich lassen sich diese Zahlen nicht grundsätzlich pauschalisieren und unterliegen von Haushalt zu Haushalt natürlichen Schwankungen. Einerseits beeinflusst das persönliche Nutzungsverhalten, sowie die technische Ausstattung beziehungsweise das nicht Vorhandensein energiesparender Haushaltsgeräte den Verbrauch, zum anderen spielt neben der Anzahl der Bewohner eines Haushaltes auch die Grundausstattung der Wohnung eine große Rolle beim Stromverbrauch. Sollte diese dahingehend ausgerichtet sein, dass Sie Warmwasser und / oder sogar die Raumwärme mit Strom erzeugen, können Sie sich vorstellen, dass diese Posten mit besonders hohen Kosten bei der Stromrechnung zu Buche schlagen.

Alleine dann, wenn Sie lediglich Ihr Wasser per Strom erwärmen, ist der Anteil dieses Postens mit etwa 25-30% am Gesamtstromverbrauch eines Haushaltes zu berücksichtigen. Sie sehen: Der Stromverbrauch kann sehr individuell sein. Auf http://www.franke-raumwert.de/aktuelles/stromverbrauch-haushalte/2016/11 haben wir einen sehr interessanten Stromrechner gefunden, der Ihnen in Echtzeit zeigt, wo in Ihrem Haushalt Strom verbraucht wird. Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall einmal. Hier können Sie sich ein gutes Bild darüber machen, wo in Ihrem Haushalt versteckte Kosten sitzen.

Die wichtigsten Tipps zum schnellen Stromsparen

Um möglichst schnell die Stromrechnung in die Knie zu zwingen, reichen einige einfache Änderungen in der Wohnung oder des persönlichen Nutzungsverhalten oftmals schon aus, um am Ende des Jahres keine böse Überraschung bei der Stromrechnung zu erleben. Zwar haben Sie gerade erfahren, dass Licht eigentlich einen recht geringen Anteil am Gesamtstromverbrauch macht, allerding lassen sich über das Jahr gesehen viele Euro sparen, wenn Sie veraltete Technik durch neue Austauschen. Die Rede ist hier von LED Birnen. LED Birnen haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Während sie früher auf Grund Ihres „kalten Lichtes“ nur ungerne in Haushalten eingesetzt wurden, machen die LED Birnen der neuen Generation ein viel angenehmeres Licht und brauchen sich nicht mehr hinter der Lichtausbeute einer Glühlampe zu verstecken.

Ein deutlicher Vorteil der LED Birnen gegenüber normaler Energiesparbirnen ist außerdem, dass sie keine Giftstoffe enthalten und deutlich weniger umweltschädliches CO2 produzieren. Zudem haben LED´s eine deutlich längere „Haltbarkeit“, sprich eine längere Lebensdauer. Im Gegensatz zu einer normalen Glühlampe, die ungefähr zwei Jahre leuchtet, können LED Birnen bis zu 15 Jahre, beziehungsweise bis zu 50.000 Stunden Brenndauer genutzt werden. Doch viel wichtiger: Während eine Energiesparbirne eine bestimmte Zeit braucht um Helligkeit zu entwickeln, erhalten Sie unter Einsatz von LED Birnen Helligkeit von der ersten Sekunde an. Sicherlich sind LED Birnen auf den ersten Blick etwas teurer als Glüh- beziehungsweise Energiesparbirnen, allerdings lassen sich mit Ihnen die Kosten für die Beleuchtung um bis zu 85% reduzieren.

Achtung: Brenndauer bestimmt die Schaltfestigkeit

Sicherlich haben auch Sie schon einmal gehört, dass LED Birnen nicht gerne häufig an- und ausgeschaltet werden. Doch dies stimmt nur bedingt. Als Faustregel gilt, dass eine LED ebenso häufig an- und ausgeschaltet werden kann, wie Ihre Brenndauer in Stunden ist. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl der richtigen LED Birne auch darauf achten, wie viele Stunden Lebensdauer sie hat und in welchem Raum die Birne zum Einsatz kommen soll. In Räumen, in denen das Licht typischerweise häufiger an- und ausgeschaltet wird, etwa im Flur oder im Treppenhaus, sollten Sie deshalb unbedingt darauf achten, eine Leuchte mit einer höheren Brenndauer, beziehungsweise einem höheren Wert an Schaltzyklen einzubauen, damit das Leuchtmittel nicht vor dessen typischer Brenndauer ausfällt.

Austausch ineffizienter Elektrogeräte

Ein deutlich höherer Posten auf der Stromrechnung wird von Alltagsgegenständen wie Kühlschränken, Gefriertruhen, Waschmaschinen, Trocknern, Staubsaugern und Co. verbraucht. Viele dieser Geräte stehen über Jahrzehnte in den Haushalten ohne dass die Kosten, die solche Altgeräte verursachen, hinterfragt werden. Dabei ist die Technik heutzutage so weit fortgeschritten, dass sich der Stromverbrauch der neueren Elektrohaushaltsgeräte auf einen Bruchteil der Kosten eines 10 Jahre alten Gerätes reduzieren lässt. Ein gutes Beispiel ist der Wäschetrockner. Ein handelsüblicher Trockner mit der Energieeffizienz C verbraucht knapp einen Euro pro Trockenladung. Neuere Technik, nämlich der Einsatz von Wärmepumpen, machen Trockner deutlich effizienter und die Kosten können so um etwa 50% reduziert werden.

Auch zu kalt eingestellte Kühlgeräte oder deren unsachgemäße Aufstellung in der Nähe von Wärmequellen können die Kosten für den Energieverbrauch schnell in die Höhe treiben. Überwachen Sie die Innentemperatur Ihrer Kühlgeräte genau. Hierzu gibt es im Handel spezielle Thermometer. Als Leitwert können Sie 7°C für die Innentemperatur eines Kühlschrankes und -18°C für eine Gefriertruhe nehmen. Sind Ihre Geräte höher eingestellt, fressen Sie nur unnötige Energie. Achten Sie jedoch auch hier darauf, dass Sie umweltfreundliche Geräte mit einer guten Energieeffizienz einsetzten: Ist Ihr Kühlschrank älter als 10 Jahre, kann Ihnen der Austausch durch ein effizienteres Gerät mehrere hundert Kilowatt Strom im Jahr sparen. Dies ist übrigens auch bei Geschirrspülern der Fall. Hier hat sich die Technik im vergangenen Jahrzehnt so weit entwickelt, dass die neueren Geräte teilweise bis zu 30% an Energie sparen.

Verbrauchen Sie zu viel Strom?

Sicherlich lässt sich der Stromverbrauch in den unterschiedlichen Haushalten nicht pauschalisieren. So individuell wie Ihr Alltag gestrickt ist, so unterschiedlich ist auch der Verbrauch Ihres Stroms. Arbeiten Sie von zu Hause und haben Sie den ganzen Tag Informationstechnik am Laufen? Versorgen Sie Ihren Haushalt mit Warmwasser per Strom? Ist Ihre Wohnung sehr dunkel und Sie haben den halben Tag das Licht eingeschaltet? All diese Faktoren bestimmen letztendlich auch die Höhe Ihrer Stromrechnung. Doch welche Werte sind normal? Hier finden Sie einen sehr interessanten Stromspiegel, der Ihnen zeigt, wieviel Stromverbrauch bei unterschiedlichen Haushaltsgrößen normal ist, und welche Werte unter Umständen doch deutlich zu hoch ausfallen könnten. Besonders interessant ist hier, dass Sie nicht nur den eigentlichen Stromverbrauch beobachten können, sondern dass die Daten anhand des Gebäudetyps und der Warmwasserversorgung betrachtet werden können. Hier finden Sie auch weitere Tipps zum Stromsparen und zum Anbieterwechsel, der Ihnen neben den bereits genannten Tipps auch viel Geld sparen kann.

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Kategorien Haus

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